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„Ministerin Aigner vertritt den falschen Ansatz“, erklärt Cornelia Behm MdB, Sprecherin für Ländliche Entwicklung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. „Das Konzept, das sich hinter dem angekündigten ‚Regionalfenster‘ verbirgt, ist eine Alibi-Veranstaltung. Es wird nur zur weiteren Verwirrung der Verbraucherinnen und Verbraucher beitragen.“
Am vergangenen Montag hatte die Landwirtschaftsministerin erste Einzelheiten zu dem geplanten Regionalsiegel an die Öffentlichkeit gegeben.
Behm: „Es darf nicht allein darum gehen, ob die Rohstoffe aus der Region kommen oder ob die Verarbeitung in der Region geschieht. Es muss darum gehen, für die Verbraucher klar erkennbar zu machen, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung bestimmten Standards entspricht. Diese Standards müssen mit Akteuren aus den Regionen und aus der Regionalbewegung erarbeitet werden, um deren Anspruch an Qualität und Regionalität zu genügen. Und diese Standards sollen die Glaubwürdigkeit von Regionalsiegeln und so genannten Regionalmarken belegen, damit in regionalen Kreisläufen erzeugte, veredelte und vermarktete Produkte einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Massenware bekommen, die in global agierenden Einzelhandelsketten angeboten werden. Das können die handwerklich erzeugte Wurst oder der Käse sein, bei denen man die Region förmlich schmecken kann. Es sollte auch möglich sein, Dienstleistungen beispielsweise im ländlichen Tourismus entsprechend zu zertifizieren."
„Bei Aigners ‚Regionalfenster‘ dagegen handelt es sich um eine bloße Faktensammlung, die nichts über die Qualität des Produkts aussagt.“ so Cornelia Behm.