
Datum: 12. August 2010
Anlässlich des Jahrestages des Mauerbaus erklärt die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm (Bündnis 90/Die Grünen):
Der Bau der Berliner Mauer jährt sich zum 49. Mal. Inzwischen ist eine Generation junger Menschen herangewachsen, die das geteilte Deutschland nicht aus dem eigenen Erleben kennt, denn auch der Mauerfall liegt bereits 20 Jahre zurück. "Kein Wunder also, dass die Kinder und Jugendlichen zum Teil sehr geringe Kenntnisse über die jüngere deutsche Geschichte und insbesondere über die DDR haben. Es gibt unzweifelhaft Vermittlungsdefizite, die dringend zu beseitigen sind. Denn die Folgen des zweiten Weltkriegs wie die Teilung Deutschlands, die unterschiedliche Entwicklung in den beiden deutschen Staaten und die unzureichende Aufarbeitung schuldhaften Verhaltens wirken bis heute fort. Gegenwart kann nur gestalten, wer auch über die Vergangenheit ausreichend Bescheid weiß.", sagt Cornelia Behm.
Deshalb müssen Zeugnisse dieser Vergangenheit, die am konkreten Beispiel über sie Auskunft geben, aufbewahrt und erlebbar gemacht werden. Zu diesen beredten Zeugnissen der Vergangenheit gehören in Potsdam bspw. die "Gedenkstätte Lindenstraße 54/55 für die Opfer politscher Gewalt im 20. Jahrhundert" und das ehemalige KGB-Gefängnis in der Leistikowstraße. In Kleinmachnow sind es der Wachturm des ehemaligen Checkpoint Bravo sowie das Panzerdenkmal, dessen Sockel seit 1993 eine rosa angestrichene Schneefräse trägt. "Meine Achtung und Anerkennung gilt den Vereinen und Initiativen, die sich für den Erhalt solcher Zeitzeugnisse einsetzen. Sie verdienen jede Unterstützung.", so Behm.