Logo der Bundestagsfraktion

PRESSEMITTEILUNG


Datum: 10. Juni 2010

Interfraktioneller Antrag zur Walfangpolitik ist großer Erfolg für den Schutz der Wale

Zum heute im Bundestag eingebrachten interfraktionellen Antrag zur Zukunft der Internationalen Walfangkonferenz (IWC) erklärt Cornelia Behm, Sprecherin für Ländliche Entwicklung und für Waldpolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Dass wir heute diesen gemeinsamen Antrag von Union, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in den Bundestag einbringen und verabschieden können, ist ein wichtiger Schritt für den Schutz unserer größten Meeressäuger. Denn trotz eines in der Internationalen Walfangkonferenz (IWC) beschlossenen Moratoriums für den kommerziellen Walfang töten japanische, norwegische und isländische Walfänger Jahr für Jahr eine Vielzahl von Walen.

Um das auf die Dauer zu unterbinden, sollte eine Arbeitsgruppe der IWC unter Beteiligung Deutschlands nach einem Kompromiss suchen und Vorschläge zur Zukunft der IWC machen. Als diese Vorschläge Ende Februar bekannt wurden, war das Entsetzen unter den Walschützern groß. Würden sie bei der diesjährigen IWC-Jahreskonferenz in Marokko eine Mehrheit finden, wären für zehn Jahre kommerzielle Walfangquoten eingeführt und das Walfangmoratorium faktisch beendet worden. Infolgedessen wäre auch die Wiederaufnahme des internationalen Handels mit Walprodukten zu befürchten gewesen.

Der gemeinsame Antrag fordert nunmehr klipp und klar, dass die Bundesregierung einem IWC-Kompromiss nur zustimmen kann, wenn der so genannte wissenschaftliche Walfang beendet wird und es ein Ausstiegsszenario für den kommerziellen Walfang gibt. Spätestens zum Ende der bisher auf zehn Jahre festgelegten Übergangszeit muss der kommerzielle Walfang aufhören. Nur unter diesen Umständen sind auch wir Grüne bereit, für eine Übergangszeit Zugeständnisse beim Walfang zu machen."