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Nach turnusgemäßen Vorstandswahlen hat sich gestern die Alleenschutzgemeinschaft (ASG) e.V. einen neuen Vorstand gegeben. Zur Vorsitzenden wurde die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm gewählt. Als Stellvertreterin steht ihr Silke Bartolomäus vom BUND zu Seite. Klaus Schlüter, der die Grüne Liga in dem Alleenbündnis vertritt, wurde als Beisitzer bestätigt. Neu im Vorstand ist die Bundestagsabgeordnete Undine Kurth aus Sachsen-Anhalt.
Behm:
"Dem Schutz unserer Alleen wird von politischer Seite immer noch zuwenig Platz eingeräumt. Die ASG wird sich deshalb weiter als Anwältin der Alleen unermüdlich für den Erhalt dieser landschaftlichen Kleinode engagieren. In den kommenden Monaten planen wir Pflanzaktionen, um auf den dringenden Erneuerungsbedarf vieler Alleebäume hinzuweisen. Außerdem wollen wir eine Informationskampagne vorbereiten, um über die Schäden, die der winterliche Streusalzeinsatz an den Straßenbäumen verursacht, aufzuklären. Vielen ist immer noch nicht bewusst, dass der übermäßige Einsatz von Streusalz die Bäume stark schädigt und so ihren schleichenden Tod herbeiführt."
Die Alleenschutzgemeinschaft ist ein bundesweit organisierter Verein zum Erhalt und Ausbau des Alleenbestandes in Deutschland, in dem die namhaften deutschen Umweltverbände, eine Reihe von Bundestagsabgeordneten sowie im Alleenschutz engagierte Bürgerinnen und Bürger vertreten sind. Die Alleenschutzgemeinschaft führt seit 2002 gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium eine Kampagne unter dem Titel "Deutsche Alleen durch nichts zu ersetzen" durch.
Zu den Aufgaben der ASG gehören die Förderung von Neupflanzungen an Straßen und Wegen, die Aufklärung von Öffentlichkeit, Behörden und Entscheidungsträgern über die Bedeutung von Alleen als wertvolles Kultur- und Naturgut sowie der Einsatz für rechtliche Rahmenregelungen, die den Alleenschutz verbessern.