
Datum: 14. Juli 2009
Anlässlich der Pressekonferenz zur Vermarktung Brandenburger Bio-Produkte von Landwirtschaftsminister Dietmar Woidke sagt die bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm:
„Die Förderung des Bio-Anbaus in Brandenburg lässt zu wünschen übrig. Andere Länder fördern ihren Ökolandbau wesentlich stärker.“
Behm fordert den Minister auf, die Umstellungsprämie für landwirtschaftliche Betriebe deutlich zu erhöhen. Damit werde ein Anreiz geschaffen, auf Bio umzusteigen. Mit der Prämie werden konventionelle Betriebe bei einem Wechsel zu einer ökologischen Anbauweise unterstützt.
Die Ökoanbaufläche in Brandenburg sollte deutlich erhöht werden. Der Bio-Markt könne bereits heute nicht mehr durch regionale Erzeugnisse befriedigt werden. Dabei produzierten Bioerzeuger für einen sicheren Markt. Der Absatz ökologischer Lebensmittel werde weiter steigen. Der konventionelle Agromarkt weltweit sei dagegen starken Schwankungen unterworfen. „Wir dürfen den lukrativen Biomarkt, nicht anderen Regionen in Europa überlassen“, so Behm weiter.
Zahlreiche Bundesländer wie Bayern und Sachsen haben die Umstellungsprämien erhöht, nach dem sich Bund und Ländern geeinigt hatten, die Basisprämie in der Gemeinschaftsaufgabe „Stärkung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ auf 170 Euro pro Hektar anzuheben. Brandenburg hat bisher keine Änderung der Förderung von bisher 120 bzw. 137 Euro pro Hektar vorgenommen.