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PRESSEMITTEILUNG


Datum: 30. September 2004

Integration und Förderung älterer Menschen in der Gesellschaft stärken

Zum Internationalen Tag der älteren Menschen am 1. Oktober 2004 erklärt Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aus Brandenburg:

"Ältere Menschen sind ein integrativer Teil unserer Gesellschaft und im Generationengefüge unverzichtbar. Allerdings wird diese Bedeutung immer noch oft unterschätz. Vor allem junge Menschen profitieren von den Erfahrungen und Leistungen der älteren Generationen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten deshalb für aktive die Integration und Förderung älterer Menschen in allen gesellschaftlichen Teilbereichen ein.

Wir müssen älteren Menschen mehr Beachtung und mehr Zuwendung entgegenbringen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird der hohe Stellenwert der älteren Generationen für unsere Gesellschaft besonders deutlich. 2050 wird die Generation der zwischen 50 und 80jährigen die größte Bevölkerungsgruppe stellen.

Innerhalb unserer Arbeitsgesellschaft ist der reiche Erfahrungsschatz älterer Menschen unabdingbar für eine produktive Arbeitswelt. Deshalb brauchen wir eine neue Unternehmenskultur mit einem starken Bewusstsein für den Wert und die Leistungspotentiale älterer Arbeitnehmer. Darüber hinaus müssen Ältere bei einer steigenden Lebenserwartung und entsprechender Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt motiviert werden, länger im Erwerbsleben zu bleiben.

Lebenslanges Lernen darf nicht länger ein Schlagwort bleiben. Mittelfristig muss eine Weiterbildungsoffensive mit Anreizen für Ältere Menschen geschaffen werden. Beispielhaft ist in diesem Zusammenhang die Deutsch-Polnische Seniorenakademie in Frankfurt (Oder) und Słubice. Mit einer breiten Themenpalette zur deutsch-polnischen Geschichte und gesellschaftlichen Entwicklungen trägt sie zum grenzüberschreitenden Austausch bei.

Auch die ehrenamtlichen Potentiale der älteren Generationen wollen wir besser nutzen. Freiwilliges Engagement ist ein wesentliches Gestaltungselement moderner Demokratien. Eine starke Zivilgesellschaft braucht Teilhabe und Gemeinwohlorientierung im Politischen wie im Sozialen. Deshalb benötigen wir einen generationenübergreifenden Ansatz für unsere gesellschaftlichen Freiwilligendienste."