Cornelia Behm, MdB

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24. September 2004

Die Sorbische Sprache ist ein unersetzlicher Bestandteil der kulturellen Vielfalt in Deutschland

Zum 5. Europäischen Tag der Sprache am 26. September 2004 erklärt Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und stellvertretedes Mitglied im beratenden Ausschuss für Fragen des sorbischen Volkes beim Bundesministerium des Innern:

"Die Sprache ist für die in Brandenburg und Sachsen lebende sorbische/wendische Minderheit das wichtigste Identifikationsmittel. Bund und Länder sollten der Empfehlung des Ministerkomitees des Europarates (Bericht 15/3200) folgen, den Unterricht und die Kulturarbeit in Minderheitensprachen – wie Sorbisch/Wendisch – zu stärken.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Höhe des Bundeszuschusses an die "Stiftung für das sorbische Volk" zur Finanzierung kultureller Institutionen weitgehend erhalten bleibt. Eine 10-prozentige Absenkung ist nicht hinnehmbar, da sie durch weitere interne Sparmaßnahmen nicht aufzufangen ist.

Die zukünftigen Landesregierungen von Brandenburg und Sachsen müssen Farbe bekennen und zu ihren finanziellen Zusagen aus dem Wahlkampf stehen. Angemessene politische Mitspracherechte, neue Akzente in der Bildungs- und Kulturpolitik für die sorbische Minderheit sind überfällig.

Echte Minderheitenpolitik erfordert gerade im Bildungs- und Kulturbereich spezifische Maßstäbe. Für sorbische Schulen können nicht die Hürden, zum Beispiel bei der Mindestanzahl für Schüler, angesetzt werden, die für deutschsprachige Schulen gelten. Berufsausbildung muss auch in Sorbisch/Wendisch möglich sein."

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