Cornelia Behm, MdB

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2. September 2004

Unser Öl wächst in Brandenburg

Angesichts der Ankündigungen mehrerer auch in Brandenburg tätiger Energiekonzerne, die Strom- und Gaspreise zu erhöhen, sagt die Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Cornelia Behm:

"Bei nun angekündigten höheren Strom- und Gaspreisen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Verbraucher hier über den Tisch gezogen werden sollen. So ist es doch ein merkwürdiger Zufall, dass die großen Energiekonzerne ausgerechnet vor Inkrafttreten des novellierten Energiewirtschaftsgesetzes noch einmal an der Preisschraube drehen. Denn dieses rot-grüne Gesetz sieht eine Wettbewerbsbehörde für den Energiemarkt vor, die für mehr Transparenz bei der Preisgestaltung sorgen wird.

Derzeit ist die Preisgestaltung der Energiekonzerne noch undurchsichtig und verbraucherunfreundlich. Das zeigt sich besonders im Fall des Erdgaspreises, der durch eine unzeitgemäße, aus den 60er Jahren stammenden Preiskoppelung an das Erdöl zu Stande kommt. Dass die Unternehmen jetzt auch noch behaupten, das Erneuerbare-Energiengesetz sei an den Preiserhöhungen schuld, ist unverschämt.

Offenbar haben die Energieunternehmen immer noch nicht verstanden: Energie aus Wind, Sonne und Biomasse sind die Energien der Zukunft. Nicht zuletzt deshalb hat China mit seinem riesigen Energiehunger unlängst angekündigt, den Einsatz erneuerbarer Energien in großem Stil auszuweiten. Für Brandenburg gilt das Gleiche: Wer in der Uckermark nachwachsende Rohstoffe anbaut, ist der Ölscheich von morgen. Die Investoren der größten deutschen Biodieselanlage in Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) haben das Potenzial erkannt. Ihnen kann man nur gratulieren."

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