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Die Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm (Bündnis 90 Die Grünen) besuchte am 17. November 2011 das Energiebüro MOL und informierte sich über das Projekt "Märkisch-Oderland geht den Holzweg". Märkisch-Oderland wird dabei als Bioenergie-Regionen als eine von bundesweit 25 Modelregionen mit Mitteln des Bundeslandwirtschaftsministeriums gefördert. An dem konstruktiven Informationsaustausch nahmen der Beigeordnete des Landkreises Märkisch-Oderland, Rainer Schinkel, der Leiter der Oberförsterei Müncheberg, André Jander, sowie Heiner Grienitz vom Energiebüro MOL, teil.
Rainer Schinkel und Heiner Grienitz informierten Cornelia Behm umfassend über den gegenwärtigen Stand des Projektes und die noch vorhandenen Potenziale. Dazu berichtete Heiner Grienitz, dass die Potenziale bei etwa 100.000 Festmetern Energieholz jährlich in MOL liegen. Exakte Angaben dazu wird noch in diesem Jahr eine Studie von Kooperationspartner der Hochschule Wildau liefern. Die Zahl der Holzheizungen in MOL und vor allem die in der jetzt zweieinhalbjährigen Laufzeit des Projektes neu entstandenen, wird gerade in einer zweiten Studie, diesmal von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde erfasst.
Besonders interessiert zeigte sich Cornelia Behm an der Zielrichtung des Projektes "Märkisch-Oderland geht den Holzweg", das sich auf den Holzeinsatz zum Heizen in kleinen und mittleren Holzheizungen in Wohnhäusern, kommunalen Gebäuden und Unternehmen unmittelbar in der Region selbst orientiert. Hierdurch wird mithin die regionale Wertschöpfung in den Mittelpunkt der Aktivitäten gerückt. "Im Gegensatz zu den noch vor Jahren forcierten großen Heizkraftwerken, die Holz von sehr weit her antransportieren und verheizen, wird hier ein sehr vernünftiges, regional angepasstes Konzept umgesetzt", lobte die Politikerin die Aktivitäten im Landkreis MOL. Anschließend berichteten Schinkel und Grienitz über die guten Chancen, das Energiebüro MOL und das Projekt selbst über den Mai 2012 mit Fördermitteln des Bundeslandwirtschaftsministeriums, aber auch mit einem Eigenbeitrag weiterzuführen. Hier forderte Oberförster Jander gerade vom Landkreis ein noch deutlicheres eigenes Engagement für das Heizen mit Holz und generell bei der Förderung der Erneuerbaren Energien. Rainer Schinkel verwies dazu auf das Klimakonzept, das gegenwärtig für die Planungsregion Oder-Spree entsteht. Hier sieht der Beigeordnete für das Energiebüro aber auch für die Aktiven des Netzwerkes BIOFestbrennstoff MOL ein wichtiges Betätigungsfeld, vor allem für die Realisierung der Klimaschutzziele im Landkreis.
Die Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm versprach sich nach ihren Möglichkeiten für die Belange der Aktiven um das Energiebüro MOL einzusetzen. Heiner Grienitz gab ihr dazu mit auf den Weg, dass die Anlage von Kurzumtriebsplantagen für die Energieholzproduktion auf Bundesebene eines Anschubs bedürfe.
Im Anschluss an das Gespräch im Energiebüro besuchte Cornelia Behm den Landwirtschaftsbetrieb Bergschäferei. Dort informierte sie sich über die Erzeugung von Scheitholz und Hackschnitzeln, den Ökologischen Obstanbau und die Herstellung und Vermarktung von Biosäften aus regionalem Obst.