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Der Besuch in der seit Jahren dynamisch wachsenden Produktion von Windkraftanlagen war für die Abgeordneten nicht nur wegen der neuen Flügelproduktion interessant, sondern er diente auch dazu, sich über die Zukunft der erneuerbaren Energien in Deutschland und das Energiekonzept der Landesregierung Brandenburg auszutauschen, sowie Irritationen bezüglich des Logistikkonzeptes des Unternehmens auszuräumen. Cornelia Behm hatte den Ausbau des Hafens Mühlberg zuvor scharf kritisiert und die Verwendung von 2,4 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket für einen Hafen in Frage gestellt, dessen einziger Nutzer Vestas sei. Um die Rotorblätter per Schiff über die Elbe zu transportieren, stünde schließlich der Hafen in Dresden zur Verfügung. Zudem ging es auch um den Ausbau von Straßen, konkret um die Südumfahrung von Bad Liebenwerda, die für den Kurort von existenzieller Bedeutung ist, und um die Verlegung der L 67, um die Mühlberger Innenstadt vom Schwerlastverkehr zu entlasten.
Der Geschäftsführer von Vestas, Frank Weise, und der Logistikberater Jan-Hinrich Glahr erläuterten den Gästen ihr Logistikkonzept und hoben hervor, dass die diskutierten Infrastrukturmaßnahmen zwar durchaus im Interesse von Vestas seien, weil mit der Alternative Mühlberg die Transporte von Rotorblättern effizienter gestaltet werden könnten und das letztendlich auch der Standortsicherung diene. Sie vertraten aber auch die Meinung, dass Hafen- und Straßenausbau im Interesse des Landes lägen, da sie die Region verkehrstechnisch besser erschließen. Die Abgeordneten sicherten zu, die vorgebrachten Argumente kritisch zu würdigen. Beide waren beeindruckt von der Leistungsfähigkeit und Präzision, mit der in Lauchhammer 55m lange Rotorblätter für Windanlagen gefertigt werden.