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"Die Landwirtschaft baut Arbeitsplätze ab, die Höfe sterben weiter. Das ist die ernüchternde Bilanz der schwarz-gelben Agrarpolitik", sagte heute Cornelia Behm, Sprecherin für Ländliche Entwicklung der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
Der heute im Bundeskabinett vorgestellte Agrarbericht verdeutlicht die problematische Rolle, die die immer weiter industrialisierte Landwirtschaft für die ländliche Entwicklung spielt. Die Anzahl der Agrarbetriebe ist seit 2007 von ca. 321.000 auf 300.000 gesunken. Der Beschäftigungsrückgang beträgt 2,2 Prozent jährlich.
"Mit hohen Agrarsubventionen finanzieren Brüssel und Berlin den Beschäftigungsabbau auf dem Lande. Denn die gewährten Direktzahlungen machen 52 Prozent der landwirtschaftlichen Einkommen aus. Das müssen wir stoppen.
Die bündnisgrüne Bundestagsfraktion steht für den Umbau der Agrarförderung. Die bäuerliche Landwirtschaft, standortangepasst und ökologisch, wollen wir ins Zentrum stellen. Wer öffentliche Güter bereit stellt, die Umwelt schont und Arbeitsplätze schafft, statt sie abbaut, muss zukünftig gefördert werden.
Wir sind gespannt, wie konstruktiv Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner das von EU-Agrarkommissar vorgeschlagene "Greening" der Direktzahlungen unterstützen wird.