Cornelia Behm, MdB

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10. November 2010

Klimaschutzmaßnahmen des Deutschen Bauernverbandes zu zaghaft

Zu den heute vom Deutschen Bauernverband vorgestellten Klimaschutzzielen erklärt Cornelia Behm, Sprecherin für ländliche Entwicklung:

Es ist bemerkenswert, dass der Deutsche Bauernverband eingesehen hat, dass die Landwirtschaft zu den großen Verursachern des Klimawandels gehört. Umso bedauerlicher ist es aber, dass er daraus nur halbherzige Schlüsse zieht.

Die Steigerung der Produktivität ist kein Allheilmittel an sich. Hier kommt es sehr auf die Wahl der Maßnahmen an. Zusätzliche Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft werden die Erderwärmung beispielsweise weiter anheizen.

Darüber hinaus werden Maßnahmen mit hohem Einspareffekt beim Kohlendioxid kleingeredet. Die landwirtschaftliche Nutzung von Moorböden ist beispielsweise für 30 Prozent der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft verantwortlich, obwohl sie nur knapp acht Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche ausmachen. Wiedervernässungen und die Umwandlung ackerbaulich genutzter Moorstandorte in extensives Grünland sind deshalb wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz. Diese scheint der Verband seiner Klientel jedoch nicht zumuten zu wollen.

Gleiches gilt für die hohe Abhängigkeit unserer Landwirtschaftsbetriebe von klimaschädlichen fossilen Energiequellen. Hier ist ein großes Einsparpotential beim CO2-Ausstoß möglich. Verbandspräsident Sonnleitner bleibt konkrete Vorschläge für die eigene Branche aber schuldig. Statt sich für eine Stärkung besonders klimafreundlicher Anbauweisen wie des Ökolandbaus einzusetzen, kurbelt er mit seinen Forderungen nach Steuerbefreiungen beim Agrardiesel den Verbrauch klimaschädlicher Treibstoffe weiter an.

 

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