
Datum: 9. Juni 2010
Der Erhalt der Kyritz-Ruppiner Heide als einheitliche Fläche und ein zügiger Beginn der Munitionsberäumung sind für die bündnisgrüne Bundestagsfraktion entscheidende Bedingungen, um die zivile Nutzung des ehemaligen Bombodroms noch in diesem Jahr auf den Weg zu bringen. Das erklärte heute die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm.
Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag haben gestern einen Antrag verabschiedet, mit dem nach Aufgabe des Geländes durch die Bundeswehr die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung in der Region gestellt werden sollen.
"Die Fläche muss jetzt zügig an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gehen und sollte dann ins Nationale Naturerbe übertragen werden", so Behm. "Damit wäre der Zerstückelung der Fläche ein Riegel vorgeschoben und die Möglichkeiten für die Erarbeitung eines in der Region einvernehmlich abgestimmten nachhaltigen Nutzungskonzept gegeben."
Außerdem sprechen sich die Grünen dafür aus, zeitnah die Zugänglichkeit für Teile des Geländes herzustellen. Zuerst sollte dafür die Munitionsfreiheit des Brandschutzriegels um das Offenland und der zentralen Wege abgesichert werden.
"Naherholung, Energiegewinnung, sanfter Tourismus und nachhaltige Waldwirtschaft haben nur dann eine Perspektive, wenn die Menschen ihre Heide endlich wieder gefahrlos betreten können."
Bei der Vorstellung der grünen Forderungen betonte Behm, dass sie eine fraktionsübergreifende Strategie für die Region im Bundestag unbedingt befürwortet. "In den nächsten Wochen werden wir auf die anderen Fraktionen intensiv zugehen und für eine gemeinsame Position werben."