Cornelia Behm, MdB

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6. November 2009

DBV hat seine Defizite im Biomarkt entdeckt

Zum DBV-Grundsatzpapier für den Ökogischen Landbau

Zum Grundsatzpapier des DBV für den Ökologischen Landbau erklärt Cornelia Behm, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Es ist gut, dass der Deutsche Bauernverband (DBV) endlich die enormen Potentiale der Ökologischen Landwirtschaft anerkennt und sich für eine bessere Förderung deutscher Biobauern einsetzt. Der DBV und die konservativ-liberalen Agrarpolitiker haben viel zu lange die stark wachsende Nachfrage nach Öko-Produkten ignoriert und versäumt, für eine ausreichende Förderung zu sorgen - mit der Folge, dass das heimische Öko-Angebot die Nachfrage schon lange nicht mehr deckt.

Ökolandbau ist jedoch mehr als ein Markt. Mit seinen Antworten auf die drängenden Fragen von Klimawandel, Artenverlust, Ernährungssicherung und Wertschöpfung im ländlichen Raum gibt er maßgebliche Impulse für eine umweltverträgliche Landwirtschaft. Auch dies muss der DBV endlich anerkennen.

Fadenscheinig ist der Wunsch des DBV nach einer klaren Herkunftskennzeichnung bei Bio-Produkten. Hier geht es ihm offenbar darum, ausländische Ökoprodukte vom Markt zu verdrängen. Doch die konnten den deutschen Markt vor allem deswegen erobern, weil die einheimische Erzeugung nicht hinterherkam. Natürlich gibt es auch ökologische Argumente für eine Herkunftskennzeichnung. Aber wenn man eine solche Kennzeichnung einführt, dann muss sie für alle Lebensmittel gelten.

Doppelzüngig ist die Positionierung bei der Gentechnik. Der DBV fordert einerseits praxisgerechte und wirksame Koexistenzregeln. Andererseits startet er gerade eine Postkartenkampagne zur Aufhebung der Nulltoleranz für nicht zugelassene GVO in Futtermitteln – und versucht so, das Haupteinfallstor für GVO in Europa noch weiter aufzustoßen."

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