
Datum: 19. Oktober 2009
Einen sensibleren Umgang mit Brandenburgs wertvollem Alleenreichtum fordert die Brandenburger Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Cornelia Behm, zum bundesweiten Tag der Alleen am 20. Oktober.
"In Brandenburg fallen wertvolle Alleenbäume immer noch zu schnell der Säge zum Opfer. Oftmals wird im Zuge von Straßenreparaturen und -neubaumaßnahmen nicht ausreichend geprüft, wie die vitalen Bäume erhalten werden können. Ein Umdenken bei den Unteren Straßenbaubehörden ist deshalb dringend geboten. Der Erhalt des Baumbestandes muss zur Voraussetzung künftiger Planungsarbeiten werden. Außerdem sind Nachpflanzungen für jeden gefällten Baum im Verhältnis 1:1 unabdingbar."
Darüber hinaus ist die Fällung erkrankter Bäume oft die traurige Konsequenz selbstverschuldeter Ursachen im Land. Insbesondere die unzureichende oder unsachgemäße Baumpflege sowie ein übermäßiger Tausalzeinsatz in den Wintermonaten schädigen die Bäume. Salzgeschädigte Bäume haben gekräuselte und verkümmerte Blätter. Außerdem treiben sie im Frühjahr erst später aus. Das hält kein Baum über Jahre durch.
"Die zukünftige Brandenburger Landesregierung muss deshalb beim Alleenschutz endlich ernst machen. Wir brauchen klare Regeln für den Erhalt dieses unwiederbringlichen Natur- und Kulturgutes. Erhalt geht vor Fällung, Nachpflanzungen müssen 1:1 erfolgen, auf den Einsatz von Tausalzen ist zu verzichten, die Baumpflege muss höchsten Standards genügen und ist sorgfältiger zu überprüfen."