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Die brandenburgische Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm hält ein Festhalten des Bundesverkehrsministeriums an einer Havelvertiefung aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen für unnötig.
"Zweilagige Containertransporte kommen mit 2,20 Meter Tiefgang aus. Die heutigen Containergüter haben bei weitem nicht das Gewicht wie die klassischen Schüttguttransporte per Schiff", so die bündnisgrüne Abgeordnete. "Das Bundesverkehrsministerium hat 20 Jahre lang auf der Grundlage falscher Prognosezahlen einen überdimensionierten Ausbau vorangetrieben. Jetzt sollten auch die Vertiefungspläne den Realitäten angepasst werden."
Noch im Mai hatten sich die Abgeordneten der Großen Koalition im Deutschen Bundestag gegen einen Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ausgesprochen, mit dem u.a. der Ausbau des Sacrow-Paretzer-Kanals gestoppt werden sollte.
"Ich freue mich, dass kurz vor der Wahl noch ein Sinneswandel eingetreten ist. Aber er kommt reichlich spät", so Behm. Fraglich sei auch, was die Aussagen nach der Wahl noch wert sind.
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hatte gestern erklärt, von einer Verbreiterung der Havel Abstand zu nehmen. An der Vertiefung auf 2,80 Meter Abladetiefe für Gütermotorschiffe wolle er jedoch festhalten.