Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
Die brandenburgische Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm warnt davor Aussagen der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost zum reduzierten Ausbau der Havel für endgültig zu nehmen. Nach Presseberichten will die Behörde beim weiteren Ausbau "vorerst" auf Abbaggerungen der Ufer verzichten.
"Der Druck von Politik, Initiativen und Verbänden muss weiter aufrechterhalten bleiben", sagt die bündnisgrüne Abgeordnete, "Aus den Sätzen der Behörde kann man einen deutlichen Vorbehalt heraushören. Wer wie ich die Pläne aus dem CDU-geführten Bundeswirtschaftsministerium kennt, sieht die Aussagen in einem anderen Licht."
Cornelia Behm liegt der Entwurf eines "Industriepolitischen Gesamtkonzeptes" aus dem Haus von Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg vor. Darin wird das Ziel formuliert, alle Wasserstraßen in Deutschland durchgängig auf 2,80 Meter Abladetiefe auszubauen. Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17 zwischen Magdeburg und Berlin, was den Havelausbau beinhaltet, soll zügig fertig gestellt werden. Die Strecke von Berlin bis zur Rheinschiene soll damit durchgängig für Großmotorgüterschiffe mit 2,80 Meter Abladetiefe befahrbar werden. Dieser Schiffstyp kann die Strecke bereits heute bis zu einer Abladetiefe von 2,20 Meter befahren.
Behm sieht in den Plänen des Bundeswirtschaftsministers eine Gefahr für den naturnahen Fluss Elbe. "Wer durchgängig 2,80 Meter Abladetiefe in der Elbe will, muss daraus einen Kanal machen. Die natürlichen Wasserstandsschwankungen lassen eine solche Abladetiefe niemals zu. Würden die Pläne Realität, wäre es eine Katastrophe für Naturschutz und Tourismus."