Cornelia Behm, MdB

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26. Juni 2009

Walschutz kommt nicht voran

Zu den Ergebnissen der Tagung der Internationalen Walfangorganisation (IWC), die gestern Abend auf Madeira zu Ende ging, erklärt Cornelia Behm, agrarpolitische Sprecherin:

Die Ergebnislosigkeit der IWC-Tagung ist enttäuschend. 2009 ist für den Schutz der Wale ein verlorenes Jahr. Die deutsche Bundesregierung hat sich gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten von den Walfang-Nationen Dänemark und Japan einwickeln lassen und auf jedwedes wirksame Engagement gegen die zunehmende Tötung der Meeressäuger verzichtet.

Dabei ist die Entwicklung alarmierend. In der Fangsaison 2008/2009 wurden 1923 Großwale getötet, das ist die drittgrößte Menge seit Beginn des kommerziellen Walfangverbots 1986.

Dass Dänemark und Japan sich mit ihren Forderung nach Ausweitung des Walfangs nicht durchgesetzt haben, ist kein Grund zur Entwarnung. Denn die Verhandlungen sollen in den kommenden Monaten hinter verschlossenen Türen fortgesetzt werden.

Wir fordern die Bundesregierung auf, ihre Politik des Schweigens und Stillhaltens aufzugeben und sich wieder an die Spitze der Nationen zu setzen, die die Jagd auf die vom Aussterben bedrohten Meeressäuger wirksam unterbinden wollen.

Wir haben das Thema am kommenden Mittwoch auf die Tagesordnung der Sitzung des zuständigen Bundestagsauschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz setzten lassen.

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