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Nach bekanntwerden der Empfänger der EU-Agrarsubventionen kritisiert Cornelia Behm die Vergabepraxis:
„Diese Art der Agrarzahlungen trägt kaum zu einer nachhaltigen Entwick-lung auf dem Lande bei. Während die wirtschaftlichen Interessen einiger Großbetriebe im Vordergrund stehen, bleiben der Umwelt und Naturschutz sowie soziale Interessen auf der Strecke. Aus meiner Sicht sollten mit den Subventionen nur Leistungen unterstützt werden, die zwar gesellschaftlich gewollt sind, aber an der Ladentheke nicht an den Verbraucher weitergegeben werden können. Öffentliches Geld, für öffentliche Güter!“ so die Bundestagsabgeordnete.
Behm kritisiert, dass die Fördersummen auch nicht ansatzweise an Arbeitsplätze gebunden sind: „Die Agrarförderpolitik bevorzugt Marktfruchtbetriebe mit einer großen Flächenausstattung, hohem Mechanisierungsgrad und geringem Arbeitskraftbedarf. Diese können weit über 100.000 Euro Subventionen pro Arbeitskraft jährlich erhalten. Im Durchschnitt bekommen die deutschen Betriebe aber nur 8.000 Euro Direktzahlungen pro Arbeitskraft im Jahr.“
Aus Sicht der Bündnisgrünen muss das Agrarbudget von den Direktzahlungen auf die sogenannte „zweite Säule zur Stärkung der ländlichen Räume" umgeschichtet und gezielter für Umwelt und Regionalentwicklung eingesetzt werden. Zudem muss der ökologische Landbau angemessen gefördert werden, z.B. über eine höhere Flächenprämie, den Ausbau der Forschung und eine gezielte Investitionsförderung.