
Datum: 4. Juni 2009
Zum Tag der Umwelt fordert Cornelia Behm die brandenburgische Landesregierung auf, die Jäger auf die Verwendung bleifreier Munition einzustellen: „Blei ist nicht nur eine Gefahr für die Seeadler und Aasfresser, es gefährdet auch die menschliche Gesundheit. Deshalb ist es dringend geboten, bei der Jagd auf bleifreie Munition zurückzugreifen. Der brandenburgische Landwirtschaftsminister Dietmar Woidke – selbst ein Jäger – sollte seine Waidgenossen darauf einstellen.“ so die bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete.
Das Bundesamt Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat bereits 1997 und 1998 festgestellt, dass Wildschweinfleisch im Handel zum Teil erheblich mit Blei aus Bleimunition belastet ist und bis zu 10.000fach über dem zulässigen Grenzwert liegende Gehalte aufweist. Dies hat sich bei Untersuchungen im Jahr 2007 erneut bestätigt. Das Bundesamt schreibt in seinem Bericht zum Lebensmittelmonitoring 2007: „Offenbar dringen einzelne Geschosspartikel tief ins Fleisch ein und sind kaum erkennbar, so dass die bereits im Monitoring 1997 und 1998 empfohlene großzügige Entfernung des Fleisches um den Einschusskanal nicht immer ausreicht, um partielle, hohe Kontaminationen zu vermeiden." "Anhand dieser Erkenntnisse ist es angezeigt, dass Wildfleisch auch in Brandenburg regelmäßig auf Bleirückstände untersucht wird. Die schnellste, zuverlässigste und auch preisgünstigste Variante ist es aber, generell nur Geschosse ohne Bleianteil zu verwenden.“ so Behm.
Das Nervengift Blei führt auch in geringen Konzentrationen bei Kindern zu einer deutlich verringerten Intelligenz. Bei Erwachsenen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, an einem Herzinfarkt zu sterben, bereits bei einem Bleigehalt im Blut über 2 Mikrogramm pro Deziliter. In einem Antrag an die Bundesregierung setzt sich Cornelia Behm deshalb für ein Verbot von Bleimunition ein.