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Mit der Forderung nach einem ehrlichen politischen Bekenntnis zu Brandenburgs Großschutzgebieten wendet sich Cornelia Behm an den brandenburgischen Umweltminister Dietmar Woidke. „Wenn Sie die Leistungen im märkischen Naturschutz preisen, dann sagen Sie bitte, dass diese großteils durch ehrenamtliche Arbeit erbracht wurden, Herr Woidke! In den Biosphärenreservaten wurden so viele Stellen abgebaut, dass hier die fachlichen Ziele des Naturschutzes nicht mehr erreicht werden können. Ich fordere deshalb ein klares Bekenntnis vom Land zu den Schutzgebieten und eine eindeutig höhere Stellenausstattung!“ so die bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete.
Im deutschlandweiten Vergleich der Stellenausstattung bilden Brandenburgs drei Biosphärenreservate und der Nationalpark das Schlusslicht. Insbesondere Akademiker haben dort ihre Anstellung verloren. „Sollen die Großschutzgebiete weiterhin als ,Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung’ dienen, wie es die Landesregierung immer wieder betont, dann müssen mehr Leute beschäftigt werden. Alles andere wäre eine Abkehr von diesem strategischen Ziel.“ erklärt Behm.
Nach dem Urteil der Politikerin steht Brandenburg vor einem politischen Scheideweg. Entweder das „Brandenburger-Modell“ der Großschutzgebiete wird als Alleinstellungsmerkmal gepflegt und mit qualifiziertem Personal weiterentwickelt. Oder die Landesregierung gibt den Anspruch, zwei Drittel der Landesfläche modellhaft-nachhaltig zu entwickeln, auf. Letzteres wäre aus Sicht der Abgeordneten „verheerend“.