Cornelia Behm, MdB

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10. März 2009

Konzept „Naturtourismus“ auf tönernen Füßen

Als „Täuschung“ bezeichnet Cornelia Behm, Bundestagsangeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, die von der Regierung Brandenburgs beworbene Zukunft des Naturtourismus im Lande. „Es ist absolut erstrebenswert, den sanften, naturverträglichen Tourismus in der Mark weiterzuentwickeln und Unternehmen in diesem Bereich zu unterstützen. Aber das passiert nur ansatzweise. Wenn die Landesregierung mit Großschutzgebieten und intakter Natur werben und wirtschaften will, fordere ich ein darauf abgestimmtes Förderkonzept!“

Vor Kurzem wurde von Landwirtschaftsminister Dietmar Woidke der „Leitfaden Naturtourismus“ für Brandenburg vorgestellt. Das Land werde sich unter diesem Motto auch auf der in dieser Woche beginnenden Internationalen Tourismus Börse (ITB) präsentieren, so der Minister. „Dabei wird in den Förderrichtlinien für den ländlichen Raum der Naturtourismus absolut stiefmütterlich behandelt. Viele Unternehmen werden da vom Land im Stich gelassen.“ so Behm.

Zugleich weist die Abgeordnete darauf hin, dass auch in Großschutzgebieten wie Biosphärenreservaten die Bedingungen für eine kompetente Betreuung der Gäste schrittweise schlechter werden: „Seit 2002 werden hier massiv Stellen gestrichen. So wurden im Biosphärenreservat ,Schorfheide-Chorin’ sechs von 18 Arbeitsplätzen eingespart, im Biosphärenreservat ,Flusslandschaft Elbe’ fünf von zwölf und im Biosphärenreservat ,Spreewald’ acht von 19. In der Arbeitsplatz-Liste der 14 bundesdeutschen Biosphärenreservate belegen Brandenburgs Schutzgebiete damit die Plätze elf bis 13. Das ist wirklich keine Bilanz, mit der sich Minister Woidke schmücken kann.“ erklärt Cornelia Behm.

 

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