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Mit der Forderung nach einem „Dialog für Erneuerbare Energien“ zwischen Deutschland und Polen wendet sich Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete und Stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe, an die Bundesregierung. „Das Rückgrat der Stromproduktion in Polen sollte nicht die Atomenergie sein. Wenn wir in Deutschland die Erneuerbaren Energien ausbauen und Technologien dafür weiterentwickeln, müssen wir uns politisch auch mit unseren Nachbarn auseinandersetzen. Energiepolitik darf nicht an der Landesgrenze Halt machen.“ so Behm.
Presseberichten zufolge wird die polnische Regierung in den nächsten Tagen ein Energiekonzept bis zum Jahr 2030 vorstellen. Vermutlich wird in den Plnen auch der Neubau zweier Atomkraftwerke enthalten sein. „Sollten die Pläne tatsächlich dahin gehen, wäre auch für Deutschland eine Chance vertan. Was die Energietechnologien betrifft, sind wir bei den Erneuerbaren Spitzenreiter. Und wenn wir dieses Potential gemeinsam mit Polen heben könnten, läge der Gewinn auf beiden Seiten: Arbeitsplätze auf dem Lande, eine zukunftsträchtige Wirtschaftsentwicklung und Klimaschutz.“ so die Abgeordnete weiter.
Polens Ministerpräsident Donald Tusk kündigte an, in den nächsten zehn Jahren etwa 10 Milliarden Euro für die Entwicklung der Kernenergie bereitstellen zu wollen. Standort eines zukünftigen Atomkraftwerks könnte auch Gryfino an der Oder sein.