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PRESSEMITTEILUNG


Datum: 26. Januar 2009

Behm: Milchmengen reduzieren

Als „kurzatmig und nicht zielführend“ hat die agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen aus Brandenburg, Cornelia Behm, die Milchpolitik von Bund und Land angesichts der jüngsten Forderun-gen von Brandenburgs Landwirtschaftsminister Dietmar Woidke bezeichnet. „Wer wie Woidke lediglich frisches Geld von der EU fordert, um kurzfristig Arbeitsplätze in der Milchwirtschaft zu sichern, schafft keine langfristige Lösung des Problems.“

„Das Grundproblem der Milchbauern ist doch der Preisverfall bei der Milch“ stellt Behm fest. „Und der Milchpreis verfällt, weil zu viel Milch auf dem Markt ist. Gegen diesen Preisverfall kann der Staat auch mit noch so viel Geld nicht ansubventionieren.“

Statt immer neues Geld zur Stützung des Milchpreises zu fordern, müssten Bund und Länder daher alle nationalen Möglichkeiten nutzen, um die Milch-menge am Markt zu vermindern und so die Preise zu stabilisieren. Das hieße:

• Einbehaltung der aktuellen Milchquotenerhöhung in der nationalen Re-serve,

• Aussetzen der Molkerei- und Bundes-Saldierung

• sowie Anhebung des Milch-Umrechungsfaktors.

Behm „Nur so wird es möglich sein, die hohen Milchmengen, die der Markt nicht aufnehmen kann, zu verringern. Nur wenn das Milchangebot nicht mehr die Nachfrage übersteigt, werden die Molkereien den Landwirten einen ange-messenen Preis zahlen.“