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Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, sieht gravierende Mängel in der Bilanz der Deichsanierung an Elbe und Oder. An beiden Flüssen vermisst die Politikerin eine ausreichende Zahl von Überflutungsflächen sowie ein länderübergreifendes Gesamtkonzept für den Hochwasserschutz. Zwar seien die Deiche nach den Hochwassern zügig erneuert worden. Doch es fehlte die notwendige Abstimmung mit den Nachbarländern:
„Breiter, höher, dichter – das scheint der Grundsatz der Deichsanierung in Brandenburg gewesen zu sein. Dabei war sich die Landesregierung selbst am nächsten. So werden an der Elbe im Katastrophenfall die Hochwasserwellen einfach nach Niedersachsen weitergetragen. Orte wie Hitzacker und Lauenburg sind dann die Leidtragenden. Das hat die Flut 2006 bereits gezeigt.“ so Behm.
Probleme zeigen sich auch an der Oder: Vorwiegend durch Deicherhöhungen solle der Hochwasserschutz künftig gewährleistet werden. „Weder in den Ziltendorfer und Neuzeller Niederungen hat man die notwendigen Deichrückverlegungen in Angriff genommen. Auch hier werden die weiter nördlich gelegenen Gebiete den Schaden bei Hochwasser zu tragen haben. Zugleich wurden Chancen, auf Überschwemmungsflächen lebendige und artenreiche Naturräume zu schaffen vertan.“ so die Abgeordnete.