

Ein "Wald der Hoffnung solle es sein": Gemeinsam mit den Bewohnern der Dörfer Atterwasch und Grabko - darunter vielen Kindern - setzte Cornelia Behm 1000 Traubeneichen. "Ich möchte, dass meine Enkel in 50 Jahren diesen Wald sehen und wissen, dass wir ihn gepflanzt haben, damit diese Orte stehen bleiben." Die Bäume werden bei guter Pflege heranwachsen und als symbolisches Zeichen gegen die drohende Abbaggerung durch den sich nähernden Tagebau Jänschwalde-Nord die Landschaft bereichern.

"Kohle ist Gewinn. Grabko ist Heimat. Was zählt mehr?" steht auf einem Plakat am Pflanzort. Für viele der anwesenden Einwohner ist klar: Es ist die Heimat, die zählt. Es geht um den Erhalt ihrer ganzen Gemeinde. Die Menschen zeigen sich entschlossen, kompromisslos für ihre Dörfer zu kämpfen. Cornelia Behm fügte hinzu: "Ich versichere Ihnen, solange wie nötig werde ich alles dafür tun, dass Dörfer in Brandenburg, Sachsen und überhaupt in Deutschland der Kohle nicht zum Opfer fallen."

Dass es die Bundespolitikerin mit ihrer Pflanzaktion nach Grabko verschlagen hat, ist kein Zufall. Schon vor einiger Zeit nahm sie an einer Gemeindevertretersitzung von Schenkendöbern teil, auf der es um die drohende Abbaggerung ging. Immer wieder informiert sie sich darüber, wie das Problem der näherrückenden Kohlebagger gemeinsam angegangen werden kann. Als der Verband Deutscher Forstbaumschulen die 1000 Bäume gespendet hat, war der Weg bis Grabko nicht mehr weit. Auf einem privaten Grundstück schließlich fand man den geeigneten Platz für den "Wald der Hoffnung".
"Heute ist Buß- und Bettag", sagte Behm. "Es ist ein Tag, in dem wir Einkehr halten und nachdenken, wie wir leben." Manchmal gingen die Menschen mit der Erde nicht erträglich um. "Diese Bäume pflanzen wir, um der Erde etwas zurückzugeben und um zu unterstreichen, dass wir die Abbaggerung nicht hinnehmen werden. Wir lassen uns vom Konzern Vattenfall nicht einschüchtern." Und so sagt auch Pfarrer Matthias Berndt aus Atterwasch, der die Eichen im Anschluss segnet: "Wir pflanzen diese Bäume als Zeichen unserer Verantwortung."