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PRESSEMITTEILUNG


Datum: 27. November 2008

Lustlosigkeit der Bundesregierung bei Problemen mit Koi-Herpesvirus

"Die lustlosen Antworten der Bundesregierung zur bündnisgrünen Kleinen Anfrage zum Koi-Herpesvirus (KHV) zeigen, dass sie die Probleme der Karpfenteichwirtschaft mit dieser Fischkrankheit nicht besonders ernst nimmt. Damit wird sie den Sorgen und Nöten der betroffenen Teichwirte nicht gerecht." Mit dieser Kritik reagiert die agrarpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Bundestagsfraktion, Cornelia Behm, auf die Beantwortung ihrer Fragen durch die Bundesregierung.

"Wenn die Bundesregierung davon spricht, die Seuche würde mit Ausnahme von Bayern, Thüringen und Sachsen nur zu geringen Fischverlusten führen, und es seien keine negativen Folgen für den Naturschutz bekannt, dann erweckt sie leichtfertigerweise den Eindruck, dieser Virus hätte bisher kaum eine Relevanz" ergänzte Behm ihre Kritik. "Und dies, obwohl der KHV die Existenz ganzer Betriebe und schützenswerter Feuchtbiotope bedroht. Bei so vielen Beruhigungspillen, die die Bundesregierung verstreut, kann es dann auch nicht mehr verwundern, dass die Regierung über die bereits ergriffenen Maßnahmen hinaus kaum weitere Aktivitäten für erforderlich hält – sowohl was die Einschleppung durch Fischimporte als auch die Anstrengungen zur Eindämmung der Fischkrankheit im Land betrifft. Dabei weist die Regierung selber darauf hin, dass es bisher keine Risikoanalyse im Hinblick auf die Wildfischpopulationen gibt. Das ist völlig unakzeptabel."

"Unverständlich ist auch, dass die Bundesregierung einer möglichen Impfung, die in der Branche diskutiert wird, von vornherein reserviert bis ablehnend gegenüber zu stehen scheint. Hier sollte die Bundesregierung nicht vorschnell Handlungsoptionen ausschließen, sondern Forschungsaktivitäten entwickeln, um eine Impfung eventuell möglich zu machen."