Cornelia Behm, MdB

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22. Oktober 2008

Pestizid-Höchstmengen-Überschreitungen bekämpfen

Zur Kritik der Agrarverbände an der Präsentation des Lebensmittel-Monitorings 2007 durch das Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL) erklärt Cornelia Behm, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Die konzertierte Kampagne der Agrarverbände gegen den Präsidenten des BVL, Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg, ist völlig fehlgeleitet. Sie lässt auf ein mangelndes Problembewusstsein und eine erschreckende Problemverdrängung in Sachen Überschreitung von Pestizid-Rückstandshöchstmengen bei den Agrarverbänden schließen. Anstatt die Berichterstattung über diese Überschreitungen zu bekämpfen, sollten die Agrarverbände lieber anerkennen, dass diese nicht akzeptabel sind und ihren Beitrag zu einer Verminderung der Überschreitungen leisten.

Wer die Pressemitteilung des BVL nüchtern liest, wird darin nichts Reißerisches finden. Vielmehr ist diese durch die sachliche  Mischung an guten und schlechten Nachrichten geprägt, die sich auch in den Pressemitteilungen zum Lebensmittelmonitoring der letzten Jahre findet. Offenbar wollen die Agrarverbände erreichen, dass der neue BVL-Präsident in Zukunft darauf verzichtet, den Finger in die Wunde zu legen, oder notfalls entsprechenden Druck vom CSU-Agrarminister bekommt. Dabei ist die Berichterstattung über die Ergebnisse der Lebensmittelkontrolle schlicht und einfach die Aufgabe des BVL. Das muss auch der CSU-Agrarminister wissen. Der BVL-Präsident sollte sich deshalb von der Kampagne der Agrarverbände nicht beeindrucken lassen."

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