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PRESSEMITTEILUNG


Datum: 23. September 2008

Behm: „Keine Milliardenhilfen für CCS-Technologie!“

Für die bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm sind Milliar-denhilfen für die Entwicklung der sogenannten CCS-Technologie nicht vertretbar. Die Politikerin sieht darin eine verdeckte Förderung für eine lang-fristige Energiegewinnung aus Braunkohle:

"Natürlich müssen die Möglichkeiten der CCS-Technologie untersucht werden. Aber darum geht es hierbei nicht: Wer eine notwendige Anschubfinanzierung in Milliardenhöhe leisten will, möchte langfristig die Braunkohleverstromung subventionieren. Und genau das ist Politik von vorgestern." so Behm.

Statt unter hohem Kostenaufwand fossile Energieträger weiterzunutzen, muss der Fokus der Forschung auf den Erneuerbaren Energien liegen: "Die Preise fossiler Energieträger werden auf absehbare Zeit weiter steigen. Erneuerbare Energien hingegen dank technischer Innovationen und an-steigender Produktionszahlen immer preisgünstiger. Deshalb gibt es nur einen zukunftsfähigen Weg in der Energiepolitik: Weg von Kohle, hin zu Strom aus Wasser-, Wind- und Solarenergie." erklärt die Abgeordnete.

Einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Mc Kinsey zufolge wird für die Entwicklung von Kohlekraftwerken mit Kohlendioxidspeicherung eine Anschubfinanzierung in Milliardenhöhe notwendig sein. Je Versuchsanlage müssen zwischen 500 Mio. Euro und 1,1 Mrd. Euro ausgegeben werden, so die Untersuchung. Der Energieversorger Vattenfall signalisierte indes, dass er für die Summe aus unternehmerischen Gründen nicht auf-kommen werde. Die Politik sei im Zugzwang.