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Die brandenburgische Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm schlägt vor, das Projekt Neubau der Bundesautobahn A 14 zu Gunsten eines angemessenen Ausbaus der B 189 fallen zu lassen.
"Der volkswirtschaftliche Nutzen der A 14 ist hochgradig fraglich. Ein angemessener Umbau der B 189 mit Temporeduzierungen und Ortsumgehungen ist die klügere Alternative. Er wäre billiger, verträglicher und früher fertig.“
Die Kosten für die A 14 sollen sich mittlerweile auf 1,2 Milliarden Euro belaufen. Sie waren durch Planungsfehler immer weiter angestiegen. Der Bund und die beteiligten Länder Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg diskutieren Mitteilungen zufolge derzeit Möglichkeiten der Kosteneinsparung. Die würden jedoch den Anliegern nur Nachteile bringen, denn sie müssten weitere Wege zurücklegen, weil u.a. auf An- und Abfahrten verzichtet werden soll.
Behm wies darauf hin, dass die wirtschaftliche Entwicklung einer Region nicht von der Nähe einer Autobahnanbindung abhängig ist. Keine unab-hängige wissenschaftliche Studie könne bisher diese These stützen. Unter-suchungen der Bundestagbüros der bündnisgrünen Abgeordneten Peter Hettlich und Dr. Anton Hofreiter ergaben, dass die wirtschaftliche Entwick-lung nicht von der Entfernung zur Autobahn befördert wird. Weiche Stand-ortfaktoren wie Lebensqualität einer Region, Bildungs- und Kulturangebote seien heute viel stärkere Ansiedlungsargumente.