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Mit Nachdruck fordert Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, den brandenburgischen Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns auf, ein Konzept für den zukünftigen Bau von Fernstromleitungen vorzulegen. So sei in der Energiestrategie des Landes nicht erkennbar, welchen Stellenwert dem Erdkabel zukünftig eingeräumt wird.
"Vieles deutet darauf hin, dass der Minister am Status quo festgehalten möchte und dass Hochspannungsleitungen künftig ausschließlich überirdisch verlegt werden. In Pressestatements gibt er jedenfalls die Erklärung ab, dass durch den Ausbau der erneuerbaren Energien mehr Stromtrassen notwendig seien und dass die Bevölkerung mit dadurch entstehenden Belastungen rechnen müsse. Mit keinem Wort geht er auf Bürgerinitiativen ein, die ein Gesetz für die Verwendung von Erkabeln verlangen. Diese Strategie geht an den Menschen vorbei, Herr Minister! Ich fordere Sie erneut dazu auf, den Weg für eine Vorreiterrolle Brandenburgs bei der Erdverkabelung zu ebnen. Ein scharfes Landesgesetz, das der Bevölkerung Schutz vor gesundheitsgefährdendender elektromagnetischer Strahlung gewährt und Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft durch Hochspannungsleitungen verringert, ist erforderlich." so die Abgeordnete.
Seit Monaten regt sich in der Bevölkerung Unmut über den Ausbau der Stromnetze. So plant der Energiekonzern Vattenfall eine Freileitung, die auch durch das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin führen soll. Mit der Trasse soll einerseits Strom aus Windenergie befördert werden. Andererseits soll jedoch auch ein Kohlekraftwerk angeschlossen werden, dass in Mecklenburg-Vorpommern geplant ist. Eine Bürgerinitiative setzt sich für eine unterirdisch verlegte Hochspannungsleitung ein.