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Anlässlich der am Samstag beginnenden 14. Brandenburger Landpartie macht Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, auf Mängel in der ländlichen Entwicklung in Brandenburg aufmerksam:
„Auch wenn es auf den Brandenburger Höfen, die sich zur Landpartie öffnen, wirklich schön ist, dürfen die Besucher nicht die Augen vor den Problemen des ländlichen Raumes und der Landwirtschaft verschließen. Das beginnt bereits bei der Fahrt zu den Dörfern: Laut einer jüngst veröffentlichten Unter-suchung der Industrie- und Handelskammer (IHK) klagen zwei Drittel der Tourismusanbieter auf dem Lande darüber, dass die Gäste kaum noch mit Bus oder Bahn anreisen können. Das ist der Verkehrsplanung der Landesregierung geschuldet. Wenn sich aber der ländliche Tourismus weiter gut entwickeln soll, bedarf es insbesondere eines funktionierenden öffentlichen Nahverkehrs.
Und auch die Landwirte haben ihre Sorgen. So fehlt es z.B. in der Ökobranche noch immer an Verarbeitungs- und Vermarktungswegen. Zudem fehlen Weiterbildungsangebote, für die Betriebe, die diversifizieren wollen. Gerade für die Verarbeitung von Bioprodukten gibt es kaum Anleitung, es sei denn, die Unternehmen suchen sich selbst Betriebe, bei denen sie ,in die Lehre gehen’ können. Hier brauchen unsere Landwirte die Unterstützung der Poli-tik, damit aus qualitativ erstklassigen Rohstoffen auch hochwertige Lebensmittel auf die Tische der Verbraucher kommen.“ so die Abgeordnete.
Die Brandenburger Landpartie ist eine Veranstaltung der offenen Höfe und Häuser von pro agro, dem Verband zur Förderung des ländlichen Raumes im Land Brandenburg e.V.. Sie wird gemeinsam mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, dem Bauernverband und den Brandenburger Landfrauen organisiert.