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Zu den Klagen Brandenburger Milchbauern über Niedrigpreise für Milch in Supermärkten erklärt Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aus Brandenburg:
"Das Problem der niedrigen Milchpreise ist nicht von der Hand zu weisen. Die Bauern können nicht auf Dauer Milch unter dem Herstellungskosten verkaufen. Allerdings ist auch in Brandenburg zu viel Milch auf dem Markt. Daher können die Händler bzw. die Discounter den Preis diktieren. Dabei geht es ihnen nicht einmal um die absolute Höhe des Preises, sondern jeder will den anderen unterbieten. Die Konsequenzen dieses verheerenden Preis-kampfes sind für die Bauern ruinös.
Deshalb ist es unter anderem notwendig, Milchmengen vom Markt zu nehmen. Das ist möglich, wenn mehr Brandenburger Milch zu Milchprodukten wie Käse veredelt wird. Die Milchwirtschaftliche Lehr- und Untersuchungs-anstalt (MLUA) in Oranienburg bildet hervorragende Molkereifachmänner und –frauen aus. Sie gehen leider zum Teil in andere Bundesländer, weil es in Brandenburg zu wenige Verarbeitungsbetriebe gibt. Um zu erreichen, dass mehr Brandenburger Milch zu Milchprodukten verarbeitet wird, muss für diese Milchprodukte ein Markenname aufgebaut werden. Die Pflänzchen wie Uckerkas im konventionellen Bereich oder Hofmarken im Biobereich (u.a. Brodowin, Karolinenhof) müssen schneller wachsen. Das Ministerium für Ländliche Entwicklung ist aufgefordert Konzepte erarbeiten, wie die Verarbeitungskapazitäten und der Absatz Brandenburger Milch in geeigneter Weise befördert werden können. Dazu gehören nicht zuletzt Schulmilchprogramme."