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Mit scharfer Kritik an der Bundesregierung reagiert Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen aus Brandenburg, auf die unzureichende Finanzierung der sorbischen Kultur durch den Bund. "Wenn man einer autochthonen Minderheit die Zukunft versagen will, muss man dafür sorgen, dass sie ihre Schulen und Kultureinrichtungen schließen muss. Genau diesen Weg weist Kulturstaatsminister Bernd Neumann den Sorben."
Auf einer Pressekonferenz der Stiftung für das sorbische Volk wurde heute bekannt gegeben, dass der Zuschuss des Bundes in den nächsten fünf Jahren von 7,6 Millionen Euro in diesem Jahr um jährlich 100.000 Euro gesenkt werden soll. Dabei hat die Stiftung bei einem Bedarf von 16,4 Millionen Euro aktuell ein Defizit von 800.000 Euro. Eine Begründung für die jährliche Degression wurde nicht gegeben. Nach Auffassung von Cornelia Behm gibt es dafür auch gar keine vernünftige Begründung. "Eher müssten die Mittel Jahr für Jahr um den Inflationsausgleich anwachsen." so Behm. Die Vertreter der Sorben verlassen deshalb den Rat der Stiftung für das sorbische Volk.
"Das Finanzierungsmodell ist das Beil am lebendigen Stamm der nationalen sorbischen Minderheit." so Behm weiter. "Kulturstaatsminister Neuman ist zweifelsohne in der Pflicht. Er muss dafür sorgen dass zwischen Bund und Ländern ein zuverlässiges Förderkonzept konstruiert wird und der Minderheit somit endlich Planungssicherheit gewährt wird."