Cornelia Behm, MdB

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23. März 2008

Bombodrom: Behm fordert erneut Machtwort von Merkel

Anlässlich des am Ostersonntag stattfindenden Marsches für eine zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide fordert Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, erneut ein Machtwort von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Kanzlerin müsse "Verteidigungsminister Hans Josef Jung auf die Ebene der Tatsachen zurückholen und die Aufgabe der Pläne für einen Schießplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide erwirken", so Behm.

Das Übungskonzept für Wittstock sei veraltet, so die Abgeordnete: "Wenn in der heutigen Zeit bei militärischen Einsätzen Bomben verwendet werden, dann sind sie lasergesteuert, damit zivile Opfer vermieden werden. Zudem sind die Flughöhen ausreichend groß, um der Flugabwehr zu entgehen. Das was die Bundeswehr in der Heide üben möchte – Tiefflug und Abwurf von ungelenkten Bomben – ist Schnee von gestern und in einem modernen militärischen Übungskonzept fehl am Platze." Umso verwerflicher sei es, dass das Verteidigungsministerium jegliche Kritik ignoriert und stur an seinen Plänen festhält.

Auch der Bundesrechnungshof hatte zuletzt bemängelt, dass bei der seit Jahren sehr geringen Auslastung der Schießplätze in Deutschland, die Planungen für ein weiteres Bombodrom ungerechtfertigt seien. "Seit dem Jahre 2001 hat die Luftwaffe ihre Planungsgrundlagen nicht mehr an die verminderten Flotten, die veränderten qualitativen Anforderungen und ihr neues Aufgabenprofil angepasst." heißt es in einem Bericht vom November 2007.

"Der Bundesrechnungshof hat Erschreckendes festgestellt und es gibt bis heute keine offizielle Stellungnahme vom Verteidigungsministerium dazu. Offensichtlich kann die Truppe die Vorwürfe nicht entkräften. Damit zeigt sich das wahre Ansinnen des Verteidigungsministers und einiger ranghoher Militärs: Ihnen geht es bei dem Schießplatz um Macht und Prestige. Und diese Spielereien bremsen seit nunmehr 16 Jahren die Regionalentwicklung rund um die Kyritz-Ruppiner Heide." so Behm.

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