
Datum: 6. März 2008
Das Bundeskartellamt hat gegen 35 Gasversorger ein Missbrauchsverfahren wegen des Verdachts zu hoher Gaspreise eingeleitet. Auch Unternehmen aus Brandenburg sind betroffen. Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, begrüßt das Vorgehen des Kartellamtes und fordert zugleich bessere Wettbewerbsbedingungen auf dem Gasmarkt:
"Ich fordere die Gasversorger auf, die Ermittlungen des Kartellamts zum Anlass zu nehmen und ihre bisherigen unrühmlichen Geschäftspraktiken zu beenden. Ein Mentalitätswechsel ist dringend erforderlich. Insbesondere Kostentransparenz ist zwingend notwendig, und zwar beim Gaseinkauf ab der Grenze, bei den Aufwendungen für die Gaspipelines sowie beim Verkaufspreis an die Stadtwerke, die die Endkunden beliefern. Nur so wird es gelingen, das Vertrauen der Kunden in die Energieversorger wiederzugewinnen. " so die Abgeordnete.
"Von der Bundesregierung erwarte ich, dass sie ich auf die Seite der Verbraucherinnen und Verbraucher stellt und mehr Wettbewerb ermöglicht. Dabei ist es unumgänglich, das novellierte Energiewirtschaftsgesetz aus der letzten Legislaturperiode umzusetzen. Nur dadurch kann die marktbeherrschende Stellung der Oligopole aufgebrochen werden. Wir brauchen analog zur aktuellen Situation bei den Stromnetzen eine Trennung von Übertragungsnetzen und Gasverkauf." so Behm weiter.