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Durch die Änderung des Brandenburgischen Straßengesetzes, befürchtet die
stellvertretende Vorsitzende der Alleenschutzgemeinschaft und
bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm, wird die Situation der
Alleen in Brandenburg massiv verschlechtert:
"Niemand kann zukünftig mehr nachvollziehen, wo Alleen auszubluten
drohen. Durch die wegfallende Bilanzierung wird für die Öffentlichkeit
überhaupt nicht mehr transparent sein, wo Einzelbäume in Alleen gefällt
wurden! So drohen reihenweise Alleen zu verschwinden, auch wenn an
anderer Stelle nachgepflanzt wird."
Die Abgeordnete stellt klar, dass die von Verkehrsminister Reinhold
Dellmann in seinem Alleenkonzept in Aussicht gestellten jährlichen
Neupflanzungen von 5000 Alleebäumen die absehbaren Fällungen von bis zu
9000 Alleebäumen pro Jahr bei weitem nicht aufwiegen.
Im Bezug auf das Alleenkonzept fragt Behm außerdem: "Welche Regierung
wird in kommenden Jahren Nachpflanzungen ohne gesetzliche Festlegung
garantieren?"
Für die Bundestagsabgeordnete steht bei solchen Regelungen fest: "In
Brandenburg droht der schleichende Alleentod!"
Der brandenburgische Landtag debattiert am Mittwoch in erster Lesung
Änderungen des Brandenburgischen Straßengesetzes, nach denen für
krankheits- oder sicherheitsbedingte Baumfällungen in Alleen eine
Umstellung der Nachpflanzung von bisher einzelnen Bäumen auf zukünftig
ganze Alleenabschnitte beabsichtigt sind. Die Bilanzierung von
Einzelbaumfällungen soll entfallen.