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PRESSEMITTEILUNG


Datum: 12. Juni 2007

Absenkung der Dorschfangquoten zu gering

Zum heutigen Beschluss des Fischereirates über einen Mehrjahresplan für die Dorschbestände erklärt Cornelia Behm, agrarpolitische Sprecherin und Fischereipolitikerin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Die beschlossenen Schritte zur Senkung der Dorschfangmengen sind angesichts des schlechten Zustands des Dorschbestands in der östlichen Ostsee viel zu klein. Wenn die überhöhten Dorschfangmengen in den nächsten fünf Jahren jährlich nur um höchstens 10 % gesenkt werden – ursprünglich hatte die EU-Kommission 15 % vorgeschlagen -, dann wird sich die Dorschkrise in der Ostsee weiter fortsetzen und zuspitzen.

Diese Form der Fischereipolitik grenzt an Raubbau. Sie lässt sich auch mit einem Schutz für die Fischereibetriebe nicht begründen. Denn die werden unter einer fortgesetzten Bestandsminderung am meisten leiden.

Auch wenn man weiß, wie schwierig die Verhandlungen waren, ist es sinnleere Erfolgshudelei, wenn Agrarminister Seehofer trotzdem davon spricht, dass dieser Beschluss den Weg zur Rettung des Ostseedorschs ebnet. Warum kann er nicht einfach auf dem Teppich bleiben und sagen, worum es sich handelt: Nämlich um einen unzureichenden Kompromiss angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Rat?"