Cornelia Behm, MdB

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11. Juni 2007

Beschlossene Schutzmaßnahmen für Aal unzureichend

Exportverbot für Glasaale erforderlich

Zu den heutigen Beschlüssen des Fischereirates zum Schutz des Aals erklärt Cornelia Behm, agrarpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Die beschlossenen Maßnahmen zum Schutz des Aals sind in der Sache völlig unzureichend. Nötig wäre ein Exportverbot für Glasaale gewesen. Denn man kann den bedrohten Aal nicht schützen, wenn man die Jungfische weiter als Delikatesse in den Fernen Osten verkauft!"

Anstelle eines Exportverbots wurde nur beschlossen, dass bis 2013 - also in sechs Jahren! – 60 Prozent der gefangenen Glasaale innerhalb der EU zum Besatz in heimischen Flüssen eingesetzt werden müssen.

Behm: "Dass Seehofer dies als großen Erfolg verkaufen will, ist ein Hohn und wird der Sache nicht gerecht. Bei dieser Einigung kann man allenfalls von einem kleinen Schritt in die richtige Richtung sprechen, denn die ursprünglichen Pläne der EU-Kommission sahen keinerlei Beschränkungen für den Glasaal vor.

Frankreich und Spanien handeln in dieser Sache völlig verantwortungslos. Es ist traurig, dass sich gegen diese beiden Fischereinationen Nachhaltigkeit in der Fischereipolitik offensichtlich nicht durchsetzen lässt."

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