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Anlässlich des Tages des Gartens am Sonntag, dem 10. Juni 2007, macht Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, auf die Bedeutung von Kleingärten in der Stadt aufmerksam:
"Neben den Park- und Grünanlagen sind es die Kleingärten, die in der Stadt das Mikroklima verbessern. Zudem bieten sie wichtige Rückzugs- und Erholungsräume für die Städter. In der Stadtplanung wird nur allzu häufig unterschätzt, dass diese Funktionen die Lebensqualität und somit auch die Attraktivität der Stadtbereiche bestimmen. 94 Prozent aller Kleingärtner wohnen in einer Etagenwohnung, ohne Gartennutzung, 50 Prozent in unterdurchschnittlich kleinen Wohnungen. Für diese Menschen bedeutet der eigene Garten oft pure Lebensfreude. Damit der positive Klimaeffekt jedoch erhalten bleibt, müssen Kleingärten auf dem kurzen Weg erreichbar sein und dürfen nicht an den Stadtrand gedrängt werden. Wohnungsnahe Kleingärten dagegen verhindern Autokarawanen ins Grüne."
Die Abgeordnete verweist zudem auf die kulturelle Funktion, die Kleingärten erfüllen: "Der deutsche Kleingarten ist längst zu einem Ort internationaler Gemeinschaft geworden: Bundesweit haben mehr als 75 000 Migrantenfamilien durch den Kleingarten einen besseren Zugang in die neue Heimat Deutschland gefunden. Die Gärten sind damit eine gutes Beispiel dafür, wie Integration durch gemeinsames Arbeiten, Feiern und Entspannen gelingen kann."
Der Tag des Gartens wurde im Jahr 1988 vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. ins Leben gerufen. Zum Bundesverband gehören 19 Landesverbände mit 15.200 Kleingärtnervereinen. Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit 1.020.000 Kleingärten. Sie bedecken eine Fläche von 46.640 Hektar und werden von über vier Millionen Menschen intensiv genutzt.