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Mit Kritik an der Personalpolitik der Landesregierung äußert sich Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen aus Brandenburg, aus Anlass der heutigen Prüfung im Biosphärenreservat Flusslandschaft-Elbe durch eine Delegation der UNESCO. Diese will feststellen, ob der Status "UNESCO-Biosphärenreservat" von dem Schutzgebiet zu Recht getragen wird.
"Es darf nicht im Verborgenen bleiben, dass das Schutzgebiet im Vergleich zu den anderen Biosphärenreservaten die wenigsten Mitarbeiter hat. Seit Jahren wurde hier, um Kosten zu sparen, Schritt für Schritt Personal abgebaut. Diese Praxis muss sich so schnell wie möglich ändern. Ich fordere die Landesregierung auf, das Biosphärenreservat endlich wieder als Rückgrad der nachhaltigen Entwicklung in der Region zu begreifen, und die offenen Stellen in der Verwaltung des Schutzgebietes auszuschreiben! Nur so wird eine positive wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Entwicklung des Schutzgebietes langfristig ermöglicht." so die Abgeordnete.
Gleichzeitig würdigt Behm die Leistungen der Mitarbeiter des Biosphärenreservates: "Es ist beachtlich, was in der Flusslandschaft Elbe entstanden ist: Das Schutzgebiet erfreut sich großer Akzeptanz in der Bevölkerung und bei den zahlreichen Besuchern. Durch die Rückverlegung des Deiches bei Lenzen bilden sich attraktive Auenwälder mit wertvollen Biotopen. Und auch beim Vogelschutz genießt das Biosphärenreservat international hohes Ansehen. Um weiter auf diesem Weg des Erfolgs bleiben zu können, brauchen die Mitarbeiter Sicherheit und zudem tatkräftige Unterstützung."
Die Personaldiskussion im Biosphärenreservat Flusslandschaft-Elbe bezeichnet die Politikerin als "symptomatisch für den gesamten Naturschutz in Brandenburg": "Seit Jahren versucht sich das Land aus dem Naturschutz zurückzuziehen. Zur Finanzierung der Großschutzgebiete wird eine Stiftung ins Spiel gebracht, an die die Verantwortung delegiert werden kann. Außerdem soll sich nach Überlegungen der Landesregierung die Aufgabe der Großschutzgebiete allein auf den Tourismus konzentrieren.
Das wäre der gesamten ländlichen Entwicklung in Brandenburg abträglich. Ich werde auch in Zukunft meine politische Arbeit darauf ausrichten, dies zu verhindern."