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Zum Beginn der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) am Montag in Anchorage erklärt Cornelia Behm, agrarpolitische Sprecherin:
"Noch ist nicht bekannt, ob die Walfangländer auch bei der diesjährigen Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Anchorage wieder eine Mehrheit haben, oder ob gelungen ist, das Lager der Walschutzländer wieder zu stärken. Davon wird es entscheidend abhängen, ob die notwendigen Beschlüsse zum Schutz der Riesen der Meere gefasst und wirksame Maßnahmen eingeleitet werden.
Gerade im Jahr des Delfins sollte von der IWC das deutliche Signal ausgehen, dass die Bewahrung des Ökosystems Meer, dass vielen Gefährdungen ausgesetzt ist, sich nicht mit der Bejagung der Wale zu kommerziellen Zwecken verträgt. Zwar ist nach wie vor keine Dreiviertelmehrheit für die Abschaffung des Moratoriums für den kommerziellen Walfang in Sicht. Aber auch jenseits einer solchen Abschaffung könnte eine Mehrheit für die Walfangländer eine schleichende Rückkehr zum kommerziellen Walfang betreiben. Ein Beitrag hierzu wäre z.B. eine Genehmigung von Quoten für den sogenannten Küstenwalfang oder für den angeblich wissenschaftlichen Walfang. Auch könnten die Walfangländer versuchen, die Weichen in Richtung der Einführung eines Walfangmanagements (RMS) zu stellen. Auch ein Votum für die Überprüfung sämtlicher in Anhang I des Washingtoner Artenschutz-Abkommen aufgelisteten Walarten wäre gefährlich. Denn dies könnte bei der 14. Vertragsstaatenkonferenz zum Washingtoner Artenschutz-Abkommen im Juni dazu führen, dass einzelne Arten herabgelistet werden. Diese Legalisierung des Handels mit Produkten dieser Wale würde einen Markt eröffnen, der wiederum die Waljagd forcieren würde.
Aus diesen Gründen fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Bundesregierung erneut auf, bei ihrer bisherigen Linie zu bleiben und in Anchorage sämtlichen Bestrebungen in diese Richtung aktiv entgegenzutreten."