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„Die Entscheidung des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe ist nur die Spitze des Eisberges. Den Grundstein für die Vernichtung des Naturschutzgebietes hat die Landesregierung gelegt. Sie gab vor zu wissen, dass die Menschen der Braunkohle den Vorrang vor einem intakten Naturraum geben. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall: Die Proteste tausender Bürger, die sich mit ihrer Unterschrift gegen die Zerstörung gewandt haben, beweisen es.
Mit ihrem Verhalten zeigt die Regierungskoalition eines ganz deutlich: Sie ist nicht in der Lage, Konzepte gegen gravierende Probleme wie Trockenheit, Luftverschmutzung oder Klimawandel umzusetzen. Die Teichlandschaft wird geopfert, um auch noch die letzte Tonne Braunkohle aus dem Boden der Lausitz zu heben. Das Kraftwerk Jänschwalde - Luftverschmutzer Nr. 1 in Brandenburg – kann mit dieser Kohle ein paar Jahre weiter laufen. Unterdessen werden innovative Technologien für eine umweltschonende Energiegewinnung in den Schatten gestellt. Dabei sind gerade sie Mittelpunkt des öffentlichen Interesses!“ so Cornelia Behm.
Elisabeth Schroedter fordert, dass die Ausgleichsmaßnahmen vor dem Beginn der Vernichtung des Schutzgebietes umgesetzt werden: „Die Stellungnahme der EU-Kommission besagt eindeutig, dass auch mit dem jetzt ergangenen Planfeststellungsbeschluss die Bagger das Lakomaer Teichgebiet noch nicht zerstören dürfen. Zuvor müssen die von der Kommission geforderten Ausgleichsmaßnamen und die Artenumsiedlung abgeschlossen sein. Bisher weigert sich Vattenfall aber, ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen. Der Konzern will lediglich ein Drittel der im Fachgutachten geforderten Summe von 60 Millionen Euro bereitstellen.
Die Lakomaer Teiche genießen als Natura 2000 Gebiet die höchste Schutzstufe. Durch ihre Trockenlegung verlieren EU-weit gefährdete Tierarten wie die Rotbauchunke, die Teichfledermaus und der Fischotter ihren Lebensraum. Für diese bedrohten Arten muss erst ein geeigneter Ersatzlebensraum geschaffen werden, sonst sind die Ausgleichsmaßnahmen sinnlos.“