
Datum: 30. November 2006
"Ich fordere ein Umschwenken in der Arbeitsmarktpolitik für den ländlichen Raum! Es kann nicht sein, dass in der Forstwirtschaft weiter Stellen abgebaut werden, während Holz als nachwachsender Rohstoff gefragter ist denn je." so die Abgeordnete, die in der Bundestagsfraktion Sprecherin für Agrar- und Waldpolitik ist.
"Der Landeswald wird im Moment intensiv bewirtschaftet und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern. Der vor wenigen Tagen veröffentlichte Waldzustandsbericht zeigt außerdem deutlich, dass Brandenburgs Wälder zu großen Teilen krank sind. Wenn es uns also nicht gelingt, unsere Wälder mit ausreichend und gut qualifiziertem Personal zu bewirtschaften, fügen wir diesem Kapital auf Dauer Schaden zu. Es ist unumgänglich, die Angestellten der Forstwirtschaft intensiv weiter zu bilden, anstatt sie zu entlassen. Außerdem ist im Bereich der Umweltbildung sehr viel Arbeit zu leisten. Der Bedarf ist riesig, die Bereitschaft der Forstleute, auf dieses Gebiet umzusatteln, groß." so Behm.
In der Landwirtschaft erkennt die Politikerin Arbeitsmarktpotentiale vor allem im Ökolandbau: "Wenn es uns gelingt, den Ökolandbau und regionale Qualitätsprodukte als Rückgrat der ländlichen Wirtschaft zu etablieren, können erhebliche Arbeitsmarktpotentiale gehoben werden. Aber auch hier gilt: Die Landwirtschaft braucht gut ausgebildete Mitarbeiter. Ich fordere die Landesregierung auf, angemessene Schulungskonzepte zu entwickeln, um die Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu sichern und um langfristig eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft gewährleisten zu können."