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"Wir müssen die Erinnerung an den Mut der Menschen, die am 17. Juni 1953 für mehr Freiheit und Wohlstand in der DDR auf die Straße gegangen sind, wach halten", sagte heute die Brandenburger Bundestagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Cornelia Behm. Jedem Versuch, die Geschichte der DDR umzudeuten und deren Verbrechen zu beschönigen, erteilte sie eine klare Absage. Interessenvereinigungen ehemaliger Mitarbeiter der Staatssicherheit hatten dies jüngst massiv versucht.
Behm forderte darüber hinaus, nicht nur den Jahrestag als Anlass zu nehmen, sich intensiver mit der DDR-Geschichte zu befassen. "Die Erinnerung an den Mut derer, die ihr Leben für ihre Forderungen riskierten, kann nur lebendig bleiben, wenn wir uns mit Ihnen in den Schulen und in der Öffentlichkeit immer wieder auseinandersetzen." Behm warb dafür, das Gespräch mit Zeitzeugen zu suchen. "Noch sind wir in der glücklichen Lage, uns durch ihr authentisches Zeugnis eine anschauliche Vorstellung von den damaligen Geschehnissen machen zu können."
Morgen jährt sich zum 53. Mal der niedergeschlagene Aufstand in der DDR. Was als Arbeiteraufstand anfing, entwickelte sich schnell zum Volksaufstand. Eine Million mutige Menschen in hunderten Städten und Dörfern gingen für freie Wahlen, die Wiedervereinigung und die Ablösung der DDR-Regierung auf die Straße. Manche bezahlten dafür mit ihrem Leben. "Wir haben Ihnen und all den anderen mutigen Menschen viel zu verdanken."